THEO denkt LOGISCH ! THEA auch !

Füße hoch und Augen auf!

Ich bin zwar Pfarrer geworden, aber an meine eigene Konfirmandenzeit kann ich mich kaum noch erinnern. Bis auf einen Gottesdienst, den damals ein schon über 80jähriger Vertretungspfarrer in unserer G...

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Auch Island ist im Finale!

Am Anfang, in den ersten Spielen der Vorrunde, konnte ich das Geräusch erst gar nicht deuten. Es klang wie eine Mischung aus Hagel und so etwas wie einem Peitschenhieb, zumindest zuhause vor dem Fern...

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Fröhliche Kirche!

Wir schreiben das Jahr 1483. Mitten in Europa liegt das kleine Städtchen Eisleben. In Eisleben wird am 10. November Martin Luther geboren. Etwa 6.000 Menschen leben zu jener Zeit hier.

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Kindermund tut Wahrheit kund...

Als Kirchengemeinde geben wir uns wirklich Mühe, neben Eltern auch die Kinder direkt anzusprechen. Also laden wir zu den Kindergottesdiensten noch wirklich mit einem echten Brief ein.

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Lebenssegen

Es ist wieder soweit: An den nächsten Sonntagen werden in den evangelischen Kirchen Konfirmationen gefeiert. Seit 1539 gibt es sie; die Konfirmation wurde vom Reformator Martin Bucer „erfunden“.

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Tageslosung

Ich gab ihnen meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen.
Bewahre das kostbare, dir anvertraute Gut in der Kraft des heiligen Geistes, der in uns wohnt.

Am Anfang, in den ersten Spielen der Vorrunde, konnte ich das Geräusch erst gar nicht deuten. Es klang wie eine Mischung aus Hagel und so etwas wie einem Peitschenhieb, zumindest zuhause vor dem Fernseher. Immer, wenn Island auf dem Platz stand, tauchte dieses Geräusch auf und es dauerte etwas, bis man den mittlerweile berühmt gewordenen Fanruf der isländischen Fans wiedererkannte. Tausende Fans im Stadion klatschten gleichzeitig in die Hände und stießen ebenso gleichzeitig einen lauten „Hu“-Ruf aus. Man sah die Wikinger förmlich ins Stadion einziehen – ein beeindruckendes Szenario. Und wie weit es die Spieler getragen hat: bis ins Viertelfinale arbeiteten sich Sigurdsson, Bödvarsson, Sigthorsson etc. vor und überwanden dabei auch eigentlich übermächtige Gegner wie England. Obwohl die Mannschaft ausgeschieden war, war Island aber nun auch im Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Frankreich am Donnerstagabend irgendwie dabei. Denn die französischen Fans machten sich den Fanruf zu eigen und trieben damit auch ihr Team an. Welch ein schönes Zeichen der Verbrüderung oder besser der Verschwisterung! Der isländische Funke ist übergesprungen und macht allen Freude. Überhaupt ist der Erfolg der vermeintlich kleinen Fußballnationen sicher ein Highlight dieser EM.
In der Bibel wird auch von Erfahrungen berichtet, bei denen der Funke überspringt. Vergleichsweise stadionähnliche Verhältnisse mögen geherrscht haben, als „Viel Volk“ Jesus nachzog, wie es im Johannesevangelium heißt. Es mögen 5000 Menschen gewesen sein. Die Frage taucht auf, ob denn genügend Essen für so viele Menschen vorhanden sei. Natürlich nicht, lautet die Antwort. Jesus nahm das vorhandene Brot und die wenigen Fische und verteilte es unter den Menschen. Und der Funke sprang über. Alle wurden satt und es blieb sogar noch reichlich übrig. Selbst wenn man nicht an ein himmlisches Wunder glauben mag steckt so viel menschliche Größe in dieser Erzählung. Stellen wir uns mal vor, dass viele der Menschen etwas zu Essen in der Tasche hatten, vielleicht nur eine Kleinigkeit. Jeder von ihnen dachte „Na ja, das reicht nie für alle. Das ist viel zu wenig.“ Aber der Funke der Gemeinschaft springt dann doch über. Jeder öffnet seine Taschen, holt auch den letzten Krümel hervor und siehe da, es reicht für alle. Welch eine Wohltat!
Ich hatte nicht das Gefühl, dass die französischen Fans den isländischen Fanruf übernommen haben, um die Isländer damit zu beleidigen oder ihnen etwas wegzunehmen. Für mich ist da etwas Positives übergesprungen, ein guter Funke. Da unsere Nationalmannschaft ja nun endlich den „Fluch“ des Verlierens gegen Italien beenden konnte, ist es finde ich nur fair, dass nun auch Frankreich seine Serie von Niederlagen gegen Deutschland beendet hat. Ich werde das Finale am Sonntagabend gerne schauen, auch wenn wir nicht dabei sind. Besonders freue ich mich auf das beeindruckende isländische „Hu“!


Pfarrer Jens Heller
Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim